Das Auge von Licentia – Rezension

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Inhalt

Jonata lebt mit ihrer Familie in der Mittelaltersiedlung Licentia. Smartphones, den Supermarkt um die Ecke, all das kennt sie nicht, ahnt noch nicht mal von deren Existenz. Und schon gar nicht weiß sie, dass „Licentia“ in Wahrheit eine Fernsehshow ist, und die ganze Welt ihr und den anderen Bewohnern Licentias zusieht – jeden Tag, schon seit Jahren. Erst, als sie auf Tristan trifft, einen Jungen aus dem verfeindeten Clan der Wolfsbanner, kommen die Lügen und Geheimnisse ihres Dorfs langsam ans Tageslicht, und Jonata wird für manche Dorfbewohner zu einer Bedrohung …

Meinung

Ich hatte etwas mehr Erwartungen an das Buch, deshalb kann ich leider nur 6/10 Punkten geben. Zunächst einmal muss ich sagen, dass ich das Cover wirklich toll gestaltet finde, da es mit dem Inhalt zusammenhängt und mir die farbliche Gestaltung sehr gut gefällt. Die Inhaltsangabe führt einen aber leider etwas in die irre. Ich hatte durch die Inhaltsangabe den Eindruck bekommen, dass Jonata und Tristan im Verlauf des Buches herausfinden würden, dass sie von Kameras beobachtet werden und nur Teil einer Show sind, das passiert jedoch gar nicht. Der Schreistil der Autorin ist sehr fesselnd, weshalb man das Buch gut und flüssig lesen kann obwohl die ersten 200 Seiten etwas langweilig sind. Man wird auf diesen Seiten in die Welt von Licentia eingeführt und wird den einzelnen Charakteren vorgestellt. Ich fand jedoch, dass dafür zu viel zeit im Buch hergenommen wurde und der rote Faden der Geschichte dadurch sehr in den Hintergrund rückt. Es wird schön erzählt wie sich Jonata und Tristan kennenlernen und ihre Beziehung zu mehr wird, auch wenn mir das aufgrund des Alters der beiden etwas zu schnell geht. Die Welt die die Autorin in Licentia erschafft hat mir sehr gut gefallen, da es gar nicht so abwegig ist so eine „Technikfreie- Stadt“ zu gründen. Und auch dass die Stadt sich geteilt hat und es die Wolfsbanner gibt fand ich toll, da man zu Beginn nicht wusste was mit den Wolfsbannern auf einen zukommt. Allerdings fand ich es sehr schade, dass die Entstehung Licentias und die darauffolgende Abspaltung der Wolfsbanner von Licentia nur sehr wenig angesprochen wird, und man fast nichts über die Hintergründe erfährt. Fast alles was man näher über Licentia erfährt, kommt in den Sequenzen aus der Modernen Welt vor. Diese haben mir besonders gut gefallen, da sie immer mal unterschiedlich geschrieben waren. Mal waren es Mails, mal Gespräche und manchmal auch nur die Gedanken von Josh. Trotz diesen Bemängelungen finde ich, dass das Buch durchaus lesenswert ist, da die Geschichte sehr spannend ist und ich hoffe, falls es einen zweiten Band geben sollte, dass Tristan und Jonata dann etwas mehr über die Welt um sie herum erfahren werden. Im Großen und Ganzen lässt sich also sagen, dass das Buch trotz irreführender Inhaltsangabe und fehlenden Hintergrundinformationen ein gutes Buch ist und ich kann es an alle empfehlen, die mal ein Buch mit einer etwas anderen Thematik lesen wollen.

 

An dieser Stelle möchte ich mich beim Arena Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

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