Am Abgrund des Himmels – Rezension

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Inhalt

Das Letzte, was Grace nach ihrem Umzug von Sydney nach Bruny Island will, ist, sich neu zu verlieben. Der Faszination des Nachbarsjungen Nick kann sie sich jedoch nicht entziehen. Als er Grace vor dem sicheren Tod bewahrt, offenbart sich sein Geheimnis: Nick ist ein Gestaltwandler – er kann sich in einen Adler verwandeln. Aber er darf keine Beziehung mit einem gewöhnlichen Menschen eingehen. Ist ihre Liebe zum Scheitern verurteilt? Weder Nick noch Grace wollen das akzeptieren …
Ein überwältigender Roman voller Tragik und Leidenschaft – von ungeahnten Kräften und darüber, wie wahre Liebe alle Abgründe überwindet.

Meinung

Das mag zwar kein literarisches Meisterwerk sein, aber gefallen hat es mir trotzdem gut und deshalb bekommt es 7/10 Punkten von mir. Man wird relativ unwissend in die Geschichte geworfen. Man erfährt zwar, dass Grace eine nicht so angenehme Vergangenheit hatte und deshalb mir ihrer Großmutter Lillie (ich liebe diese Frau!!!) nach Bruny Island kommt. Was genau ihr jedoch passiert ist erfährt man erst im Laufe des Buches. Das finde ich sehr gut, da man Grace so im verlauf des Buches besser kennenlernt und sie wie eine echte Person nach und nach kennenlernt. Auch Nick lernt man erst nach und nach kennen, auch wenn man schon von Beginn an weiß, dass er hoffnungslos in Grace verliebt ist.

Die Geschichte wird aus der Perspektive erzählt. Aus Graces Sicht aus Nicks Sicht und aus der Sicht von Nicks Vater, wobei das nur sehr selten der Fall ist. Das hat mir auch wieder sehr gutgefallen, da man so einfach einen viel besseren Einblick in die einzelnen Charaktere bekommt und auch die Handlung aus verschiedenen Sichten kennlernt. Sehr schade hingegen fand ich, dass man von Anfang an weiß, dass Nick ein Gestaltwandler ist. Das nimmt finde ich viel von der Geschichte unnötig vorweg und müsste echt nicht sein.

Der Plot ist ziemlich einfach gehalten und relativ vorhersehbar, was ich allerdings nicht störend finde, da die Autorin es trotzdem schafft den Leser mit Nick und Grace mit fiebern zu lassen und Spannung aufbaut. Sie beschreibt die Liebesgeschichte der beiden wirklich sehr gelungen und hat auch bei mir das eine oder andere Mal Herzrasen ausgelöst. Ich fand es sehr schön, dass die Autorin das Buch einfach gehalten hat und sich nicht mit unnötigen Details oder ellenlangen Beschreibungen von sonst was aufgehalten hat. Dadurch sticht das Hauptthema, die Liebe zwischen den Beiden, noch mehr heraus. Auch sehr positiv überrascht war ich, dass Grace Nick sofort glaubt und es keine nervigen Szenen gab, in der er sie von der Wahrheit überzeugen musste.

Alles in Allem ist die Geschichte mitsamt den Charakteren also wirklich eine Runde Sache und hat mir sehr gut gefallen. Eine Sache gab es jedoch noch, die mich gestört hat. An manchen Stellen im Buch ist manches sehr seltsam formuliert was 2-3 Mal zu Verwirrung meinerseits geführt hat. Ich weiß nicht, ob das an der Autorin oder der Übersetzung lag, aber gestört hat es mich. Trotzdem kann ich das Buch wirklich empfehlen. Vor allem wenn man gerne eine etwas andere / übernatürlich angehauchte Liebesgeschichte lesen möchte.

An dieser Stelle noch ein Dankeschön an den Beltz Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Dämonenakademie 3 – Rezension

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Inhalt

Es ist das größte und gefährlichste Abenteuer, das der junge Dämonenkrieger Fletcher bisher bestehen musste. Gemeinsam mit seinen Gefährten von der Akademie und seinem feuerspeienden Dämon Ignatius muss er sich seinem Erzfeind entgegen stellen: Khan, der mächtige weiße Ork, hat geschworen, ganz Hominum zu zerstören und all jene zu töten, die Fletcher liebt. Wenn es Fletcher nicht gelingt, Khan zu besiegen, ist die Welt der Menschen dem Untergang geweiht …

Meinung

Ich habe mich so sehr auf dieses Buch gefreut und es hat mich definitiv nicht enttäuscht, deshalb bekommt das Buch 10/10 Punkten von mir.

Der zweite Band hat einen ja ziemlich im Nichts schweben lassen. Und gottseidank setzt dieses Buch genau dort an, wo der zweite Band aufhörte. Es gibt kein langes herumgelaber, sondern man wird direkt wieder in die Gruppe aufgenommen. Ich hatte am Anfang leider Probleme mich genau zu erinnern, wer wer ist, aber vor allem zu Beginn wird oft etwas gesagt, dass z.B. vermittelt, dass Kress eine Zwergin ist. das hat mir den Einstieg um einiges leichter gemacht, nach einer so langen Zeit. Wie auch in den anderen Teilen lernt man wieder einige Dämonen kennen und diesmal sind einige ziemlich coole dabei, die der kleinen Truppe auch beistehen. ein Teil des Buches spielt im Äther und die andere Hälfte in Hominum, mir persönlich hat der Teil in Hominum besser gefalle, das dort viel mehr spannendes passiert ist, aber es war auch sehr interessant zu erfahren, was sich so alles im Äther herumtreibt und wie er unterschiedlich zur normalen Welt funktioniert. Mein kleiner putziger Lieblingsdämon Fletcher war natürlich auch wieder dabei und hatte einige überragende Auftritte. Die Handlung deckt eine ziemlich lange Zeitspanne ab, weshalb ich es gut finde, dass man merkt, wie die Hauptpersonen, vor allem aber Fletcher, Sylva und Othello immer noch reifen und erwachsener werden. Ich finde das wirklich eine starke Leistung des Autors, da ich selten bemerke, dass sich die Charaktere in einer Reihe auch gegen Ende noch erkennbar entwickeln. Dadurch wirkt die Geschichte viel realer und man fiebert dadurch auch viel mehr mit dem Personen mit.  Gegen Ende hin spitzt sich die Handlung immer mehr zu und sie wird wirklich erst ganz am Ende auflöst. Die letzten Seiten haben mich ziemlich fertig gemacht, weil wirklich unfassbar viel passiert und mit dem meisten hätte ich absolut nicht gerechnet. Der Epilog macht das ganze jedoch wieder gut und ich kann wirklich nur hoffen, dass das nicht das letzte Buch über Fletcher bleibt.

Positiv fand ich noch zusätzlich, dass die Kapitel, wie auch schon in Band 1 und2 eine sehr angenehme Länge haben. Außerdem ist wieder ein „Dämonenhandbuch* mit allen im Buch neu vorkommenden Dämonen. Schade finde ich, dass nicht alle Dämonen im Handbuch sind, die man bisher kennengelernt hat, da man bei einigen doch schon vergessen hat, wie genau sie aussehen. Bis auf diese Kleinigkeit habe ich jedoch nichts auszusetzen und kann euch nur sagen erst den dritten Teil, oder wenn ihr es noch nicht getan habt: Lest diese Reihe!!!

Zum Schluss habe ich noch eine Frage an euch: was für einen Dämonen hättet ihr? Bei mir wäre es wohl eine Canidin, wie man im Bild unschwer erkennen kann 😀 .

Léon & Claire 2 – Rezension

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Inhalt

Claire glaubt ihre große Liebe Léon, den Jungen aus der dunklen Welt der Katakomben unter Paris, für immer verloren. Da bekommt sie von einer alten Frau einen geheimnisvollen Stein, den nur Léon ihr geschickt haben kann. Claire spürt, dass er lebt – und spürt die magische Verbindung. Doch die Spur des Steins führt ins Leere. Gleichzeitig kreuzt Cato, der unheimliche Onkel ihres Erzfeindes Adrien, immer wieder Claires Weg. Steht er in Verbindung mit den mächtigen Zauberern des Lichts und der Schatten? Und kann Léon sich jemals aus der dunklen Welt befreien? Verzweifelt versuchen Léon und Claire, in der Stadt der Lichter einen Weg zueinander zu finden. Liebe ist Magie, doch ist sie stärker als die Magie des Schattens?

Meinung

Der zweite Band von Léon & Claire hat mir deutlich besser gefallen als der Erste, deshalb vergebe ich 8/10 Punkten. Zunächst wie immer zum Cover und Titel. der Titel war meiner Meinung nach sehr passend gewählt. Das Cover ist farblich auch sehr gut gestaltet, da es ja im ersten Teil um den schatten und im zweiten um die Lichtkönigin. Ich fand es nur schade das der goldene Kreis auf dem Buchrücken mit dem Kreis vom ersten Band keinen ganzen Kreis ergibt… Ich hoffe man versteh was ich meine.

Die Überleitung geht ziemlich problemlos von statten und auch wenn es schon etwas her war, dass ich den ersten Band gelesen habe hatte ich keine Probleme mich wieder in die Geschichte einzufinden. Auch dieser Teil wird aus der Sicht von verschiedenen Personen erzählt und dadurch erhält man einen viel besseren Überblick über die Geschehnisse. ZU Beginn erfährt man, wie es Claire jetzt so ohne Léon geh und dann steigt man eigentlich auch schon voll in die Geschichte ein. Léon wird von der Lichtkönigin festgehalten und ich finde, dass die Autorin seine Verzweiflung und seinen Kampf gegen sich selbst ziemlich gut beschrieben hat, so dass man wirklich weiß, was in ihm vorgeht. Auch bei Claire ist es zunächst sehr gut und detailreich beschrieben, wie sie langsam einen Plan entwickelt ihren Geliebten zu befreien und die sich ihre Freundschaft zu Marcell dabei vertieft. Langsam ist allerdings nicht nur die Entwicklung ihres Plans .Es dauert leider auch sehr lange bis der thematische Mittelteil endlich mal erreicht ist und so ziehen sich die ersten grob 250 Seiten ziemlich in die Länge. Wenn diese Zugphase (Ja ich bin verdammt stolz auf dieses Wort!:D ) vorbei ist liest sich das Buch aber bis zum ende durch wie Butter.

Für mich persönlich war ein absolutes Highlight wie viel Recherchearbeit die Autorin über Paris betrieben hat. Mir persönlich waren die Informationen über Paris zu Bruchstückchenhaft, um sich das Geschehen wirklich dort vorstellen zu können. Das ist in dieser Fortsetzung jedoch komplett anders. Man erhält im Laufe des Buches sehr viele interessante Infos über das alte und auch über das heutige Paris. Unterstützt wird das durch Rückblicke von Léon in die Zeit bevor er der Diener des Schattens war. Diese sind (zumindest meiner eigenen kleinen Hintergrundrecherche zufolge) historisch ziemlich korrekt was ich wirklich toll fand. Durch diese Rückblicke bekommt man auch noch einmal einen besseren Einblick in Léon.

Allgemein finde ich, dass sich die Charaktere sehr positiv weiterentwickelt haben und jetzt viel plastischer wirken. Die zweite Sache für die ich leider einen Punkt abziehen musste ist für mich persönlich wirklich störend. Allerdings liegt das wirklich im Auge des Betrachters. Erst gegen Ende des zweiten Bandes wird Claires Alter erneut erwähnt. Ich hatte nicht mehr im Kopf wie alt sie sein soll und hätte sie auf 17-19 geschätzt. SIE IST ABER 15!!!! Ich persönlich finde das einfach der Art nach wie sie geschildert wird und was sie sonst alles tut und für ihr Verhalten zu jung. Wenn man Bedenkt, dass sie dann im ersten Buch erst 14 oder knapp darüber ist und mit Léon schläft, den sie selbst als „gutaussehenden MANN“ beschreibt, finde ich das einfach etwas befremdlich.

Abgesehen hiervon hat mir der zweite Band aber wirklich sehr gut gefallen und die Entwicklung, welche die Charaktere durchgemacht haben konnte mich wirklich begeistern. Ich kann das Buch also nur weiterempfehlen, auch wenn man den ersten Band nicht allzu prickelnd fand, denn der zweite Teil ist viel besser.

Tochter des dunklen Waldes – Rezension

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Inhalt

Der Morgenwald ist verboten. Er ist Nacht. Er ist gefährlich.

Seit sie denken kann, hört die junge Lilah Warnungen vor dem finsteren Morgenwald. Niemand aus ihrem Dorf betritt ihn, auch wenn kaum jemand mehr weiß, was Wahrheit und was Legende ist. Doch dann wird am Waldrand die Leiche einer Frau gefunden. Sind die alten Geschichten also wahr? Gibt es Ungeheuer im Wald? Lilah wird es herausfinden. Denn zur selben Zeit verschwindet Dorean, der Mann, dem Lilahs Herz gehört. Er ist in den verfluchten Wald gegangen. Und Lilah trifft eine folgenschwere Entscheidung: Sie folgt ihm

Meinung

Ich fand das Buch im Großen und Ganzen gut gelungen und gebe deshalb 7/10 Punkten. Zunächst einmal zu Cover und Titel des Buches. Ich finde zwar sowohl das Cover, als auch den Titel ganz schön, allerdings passt beides irgendwie nur so halb zum Buch. Beim Cover stört mich das übertriebene Kleid, das das absolut nichts mit dem Buch zu tun hat und ich finde man hätte die Arme der Figur anders gestalten können. Beim Titel stört mich das Wort dunkel. Denn wie man sehr schnell im Buch erfährt ist der Wald weder dunkel, noch besonders böse oder gefährlich. Die Geschichte beginnt mit der Legende über den Morgenwald, die Lilah seit ihrer Kindheit hört und kennt. Sie fürchtet sich jedoch nicht so sehr vor dem Morgenwald wie alle anderen und als Dorean verschwindet macht sie sich auf die Suche nach ihm und betritt dabei den Morgenwald. Bereits zu Beginn de Buches wird dem Leser klar, dass Lilah Gefühle für Dorean hegt, sich diese aber nicht so wirklich eingesteht. Dadurch kann man im Buch miterleben, wie sie sich dieser Gefühle immer bewusster wird und sie letztendlich akzeptiert und die Liebe der beiden letztendlich zu einem zentralen Element der Geschichte wird. ich finde sowohl Dorean als auch Lilah sehr gut ausgestaltete Charaktere, die nachvollziehbar handeln und sich treu ihres Wesens verhalten- Außerdem finde ich, dass die beiden wunderbar zusammenpassen, da sie genau das Richtige maß an Unterschieden und Gemeinsamkeiten haben. Auch die Bewohner des Dorfes und des Morgenwaldes sind gut geschrieben, manche vielleicht etwas überspitzt dargestellt, aber das verleiht den Personengeflechten etwas Würze. Die Handlung selbst ist zunächst relativ spannend, da man nicht so genau weiß. was passiert/passieren wird, aber aber der Mitte des Buches nimmt diese Spannung rapide ab. Ab einem gewissen Punkt ist die Handlung ziemlich vorhersehbar und man weiß genau wie das Buch letztendlich ausgeht. Nichtsdestotrotz ist das Buch sehr gut geschrieben und man langweilt sich beim lesen nicht, auch wenn es nicht super spannend ist.

SPOILER WARNUNG

Im Buch geht es ja um Dryaden, also Baumgeister. Konkret heißt das in diesem Fall, dass Lilah einen Gefährtenbaum hat, an den ihr Leben gekoppelt ist. Ich finde das eine ziemlich gute Idee der Autorin (sie hat Dryaden zwar nicht erfunden, aber für ihre Geschichte angepasst). Im Gegensatz zu Wesen wie Elfen oder Hexen liest man über Dryaden wenig bis nichts in Fantasy Büchern. Dadurch hat es wirklich Spaß gemacht, diese neue Welt und die Dryaden zu entdecken. Einige fanden es seltsam, dass die Charaktere an einen Baum gebunden sind, ich fand es jedoch eher interessant. Im Gegensatz zu  Tieren oder Menschen liest man von Bäumen ja her weniger und dadurch hat das Buch  auf jeden Fall einige neue Elemente, die es lesenswert machen. Ich hätte zwar gerne noch mehr über die Dunkeldryaden erfahren, aber vielleicht schreibt die Autorin ja noch ein Buch in der Welt des Morgenwaldes.

SPOILER ENDE

Alles in Allem fand ich das buch also gelungen und kann es an alle weiterempfehlen, die mal etwas neues aus Fantasy Welten lesen wollen, denn das trifft auf dieses Buch definitiv zu.

An dieser Stelle noch ein großes Dankeschön an Bastei Luebbe, für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.