Jackaby, die verschwundenen Knochen – Rezension

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Inhalt

New Fiddleham, 1892: Abigail Rook, die junge Assistentin von R.F. Jackaby – Detektiv für unerklärliche Phänomene – langweilt sich nie in ihrem neuen Job. Von besonders garstigen Gestaltwandlern, die sich als süße Kätzchen tarnen, bis hin zu Mord ist alles in ihrem Tagesablauf dabei. Als in dem benachbarten Gad’s Valley ein nicht identifizierbares Monster Tiere und Menschen überfällt, bittet Junior Detective Charlie Cane Abigail um Hilfe. Bald sind Jackaby und Abigail in eine Jagd nach einem Dieb, einem Monster und einem Mörder verwickelt, die ihren ganzen Scharfsinn verlangt …

Meinung

Bereits der erste Teil dieser reihe konnte mich begeistern, aber der zweite Band, verschwundene Knochen, hat mir sogar fast besser gefallen als Band 1, dafür gibt es auch wieder 10/10 Punkten.

Zum Ende des ersten Bandes eröffnete Jackaby, dass er jetzt einen Fall hat, der etwas mit kleinen Kätzchen zu tun hat. Dass dieser Fall dann auch zu Beginn des zweiten Bandes im Fokus stand hat mir sehr gut gefallen. Direkt zu Beginn wird auch wieder ein neuer Charakter vorgestellt und zwar Hank Hudson, der genauso wie alle anderen in diesem Buch nicht ganz normal, sondern eher etwas skurril ist. Dennoch mochte ich ihn direkt von der ersten Sekunde an. Am meisten gefällt mir aber Abigail Rook. Ich finde ihre Hintergrundgeschichte ziemlich spannend, da sie durch ihren Vater, den Dino Forscher, ja schon einen Bezug zur Wissenschaft hat. dass ihr dieses Wissen dann zu Gute kommt erscheint nur logisch. Als Charlie Jackaby und Abigail um Hilfe bittet machen die beiden sich natürlich sofort auf den Weg nach Gad’s Valley und treffen unterwegs auf Hank und natürlich fehlen auch ein paar „Kreaturen“ wie zum Beispiel Kobolde nicht.

Ich habe mich sehr gefreut, dass Charlie wieder mit an Bord war, da er sehr nett wirkt, auch wenn er natürlich auch nicht ganz normal ist, ihr wisst was ich meine. Jedoch finde ich , dass die kleine mehr oder weniger (eher weniger) ausgeprägte Liebesgeschichte zwischen ihm und Abigail etwas Normalität reinbringt, zwischen dem ganzen übernatürlichem, außergewöhnlichem und grausamen Chaos, dass etwaige Gestalten und Monster verursachen. Jackaby wirft, wie auch im ersten Band wieder mit sehr… interessanten Begriffen um sich, aber Abigail weiß stets sehr gut darauf zu kontern. Ich finde sowohl die Handlung, als auch die Charaktere einfach perfekt gelungen. Anfangs hatte ich Angst, dass diese Buchreihe ein Abklatsch von Sherlock Holmes seien könnte, mit ein paar übernatürlichen Wesen dazu, aber das ist definitiv nicht der Fall. Neben interessanten Fällen und kuriosen Persönlichkeiten, kann der Autor auch definitiv mit seinem Humor und Schreibstil punkten. Das Buch ist so geschrieben, dass auch Jugendliche im Alter von 11 an es ohne Bedenken lesen können, da es nicht zu schaurig oder erwachsen geschrieben ist, allerdings ist es auch nicht kindlich geschrieben.. Der Autor hat seinen Schreibstil so perfektioniert, dass es sowohl junge als auch ältere Leser anspricht und für jeden etwas dabei ist.

Auch sehr toll finde ich die Wissenschaftlichkeit mit der der Autor an die Sache herangeht, denn an einigen Stellen werden viele medizinische Begriffe etc. verwendet, die der Autor jedoch vollkommen korrekt anwendet und nicht einfach so wie er gerade Lust hat. Ebenso handhabt er es mit von ihm erfundenen Spezies oder Pflanzenarten, er gibt allem einen gewissen Rahmen, der einen fast glauben macht, dass es all diese wundersamen Dinge wirklich  gibt.

Der Fall im zweiten Band, der mit vermeidlich harmlosen Kätzchen beginnt weitet sich immer mehr aus und wird zu einer wahren Verspinnung von Ereignisse, die sich nicht so leicht erklären lassen, aber Jackaby wäre nicht Jackaby, wenn er nicht am Ende mit Hilfe von Abigail und Charlie und noch ein paar weiteren Personen (auch wenn er das vermutlich nicht zugeben würde) den Fall löst. Wie beim ersten Fall kam die Lösung für mich relativ unerwartet und die Spannung hat sich über das gesamte Buch immer weiter aufgebaut. Ich kann es jetzt schon kaum erwarten noch mehr von diesen Fällen zu lesen und hoffe, dass der Autor noch viele weitere Bücher schreibt!

Die Bücher hängen zwar durch die Personen zusammen, wenn es einem aber nur um den Fall geht, kann man auch durchaus erst den zweiten Band lesen! Allerdings fehlen einem dann kleine Hintergrundinfos. Ich kann aber wirklich nur empfehlen dieses Buch beziehungsweise die beide Teile der Reihe zu lesen, da sie wirklich sehr gut, lustig und spannend geschrieben sind.

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