Nacht der Diebe – Rezension

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Inhalt

Shivari wurde vom Gott des Wassers dazu auserwählt, sein Erbe anzutreten – und dank dieser neuen Fähigkeiten gelingt es Shivari schnell, innerhalb der Diebesgilde der Stadt Vesontonio aufzusteigen. Doch die Welt der Götter ist im Umbruch, und auf den eigensinnigen jungen Dieb warten weitaus größere Aufgaben, als die Herrschaftsinsignien aus dem Palast zu stehlen. Und dann ist da noch Fuchs, ein junger Adliger, der mehr Gefallen an einem Leben als Meisterdieb denn als künftiger Fürst findet, und Shivaris Weg immer wieder kreuzt …

Meinung

Ich fand das Buch wirklich toll und habe es ziemlich schnell verschlungen. Dafür gibt es 8/10 Punkten von mir. Zunächst etwas zu Cover und Titel. beide finde ich, unabhängig vom Inhalt des Buches wirklich toll und gelungen. Wenn ich es dann jedoch auf den Inhalt beziehe kann mich nur das Cover vollkommen überzeugen. Vor dem Lesen des Buches war ich relativ verwirrt, warum eine Frau auf dem Cover abgebildet war. Nach dem Lesen erklärt sich das definitiv und ich finde es irgendwie toll, dass man etwas im Endeffekt schon gezeigt bekommt, aber gar nicht daran denkt. Das ist wirklich toll gemacht. Der Titel, „Nacht der Diebe“ klingt wirklich toll, allerdings muss ich sagen, dass der Titel zum Inhalt nur so halb passt. Ja es geht zwar um zwei junge Diebe und auch Diebesgilden, aber von der „Arbeit“ als Dieb bekommt man weniger mit, als der Titel einen vielleicht hoffen macht.

Der Inhalt konnte mich dennoch absolut überzeugen. Man wird am Anfang den beiden Protagonisten Shivari und Fuchs vorgestellt und ein wenig in deren Welt eingeführt. Zu den Göttern hätten am Anfang durchaus ein paar Informationen mehr kommen können, aber man erfährt im Verlauf des Buch alles was man wissen muss, also war das definitiv kein Hindernis. Fuchs war mir von Anfang an sympathisch und ich konnte ihn und was in ihm vorging sehr gut verstehen. Bei Shivari hatte ich da durchaus mehr Probleme. Anfangs war der junge Dieb mir sehr unsympathisch, etwas zu naiv und vorlaut. Shivari macht allerdings während dem Buch eine unglaubliche Wandlung durch und am Ende war er mir genauso sympathisch wie Fuchs. Neben den beiden bekommt man noch viele Einblicke in andere Charaktere und die Autorin stellt alle so gut dar, dass man sofort deren „elementares Wesen“ erfassen kann.

Im Verlauf des Buches gibt es einige Überraschungen und Wendungen. Mit einer Sache hat Hanna Kuhlmann sich absolut übertroffen. Ich habe erst circa zwei Kapitel nach dem Ereignis / der Verkündung verstanden, was da eigentlich gerade passiert ist. Nicht weil es verwirrend war oder ähnliches, sondern weil es sich so beiläufig einschleicht, dass ich es erst etwas später realisiert habe. Wirklich grandios! Das Ende des Buches konnte mich auch überzeugen. Es wir gegen Ende des Buches nochmal richtig spannend und ich habe total mit gefiebert.

Der Schreibstil der Autorin ist wirklich toll, denn obwohl die Handlung in der Mitte des Buches mal kurz etwas flach geht schreibt sie so interessant und packt immer wieder kleine Informationen ein, sodass man nie die Lust am Lesen verliert. Durch diese eingeworfenen Informationen kann man selbst sehr sehr gut mitdenken und eigene Vermutungen anstellen.

Eine Sache die mich leider etwas gestört hat ist das Alter von Shivari und Fuchs. Ich finde ihre Rollen und auch ihr Verhalten passen nicht zu 14-15 jährigen, auch nicht wie sie sich gegenüber Erwachsenen Verhalten. Ich finde sie hätten mindestens 2-3 Jahre älter sein dürfen, aber das vergisst man schnell, also ist es nicht allzu schlimm.

Ich kann das Buch an alle empfehlen, die mal ein Fantasy buch mit einigen Wendungen und Wirrungen lesen wolle, das interessante und vielseitige Charaktere und einen tollen Handlungsort hat! Wer sich viel im Bezug auf Einblick in diebische Aktivitäten erhofft wird ein kleines bisschen Enttäuscht.

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