Die Gabe des Winters – Rezension

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Inhalt

Im eisweißen Wald von Area liegt das Dorf Pago. Hier hoffen Nuria und ihre Familie auf das Ende des ewigen Winters, denn seit dem großen Schnee haben alle Menschen auf rätselhafte Weise ihre magischen Kräfte verloren. Geblieben ist der Hunger, sowie ein gefürchteter Herrscher, dessen Gemahlin verschwunden scheint, und jene Legende über eine rettende Magie – die Gabe des Winters. Wer es schafft, die finstere Burg von Lord Tarik zu betreten, soll diese Kraft erhalten. Alle Männer Pagos scheitern. So sieht sich Nuria gezwungen, das Unmögliche zu wagen. Heimlich bricht sie auf in den froststarren Wald, wo der mächtige Fürst unerwartet ihren Weg kreuzt. Auge in Auge stellt sie fest: Er ist gleichermaßen angsteinflößend wie auch verwirrend schön …

Meinung

Das Buch hat mich unendlich begeistert und so kann ich gar nicht anders als volle 10/10 Punkte zu geben!
Das Cover ist wunderschön und so weihnachtlich mit der großen glitzernden Schneeflocke vorne drauf. Aber es wirkt auch ein bisschen kühl und distanziert, wie ich finde. Das passt meiner Meinung nach sehr gut zum Inhalt des Buches, denn auch wenn die Inhaltsangabe etwas anderes vermuten lässt ist das Buch eher weniger fröhlich und liebevoll (es ist aber nicht traurig oder so!).

Die Inhaltsangabe ist auch tatsächlich das Einzige was mich etwas stört, da sie meiner Meinung nach nicht extrem gut zum wirklichen Inhalt passt, ich war jedenfalls minimal verwirrt, wie sich manche Dinge entwickelt haben, aber wirklich störend ist es keineswegs.

Den Weltaufbau fand ich sehr gelungen, man erfährt im Verlauf des Buches einiges über die typischen Abläufe in Area und wie es  in der Zeit war, bevor die Frau des Fürsten verschwindet. Allerdings erfährt man ansonsten relativ wenig. Außer Pago kommen keine anderen Städte ins Spiel und wie genau der Fürst an seine Macht kam und sie halten konnte wird auch nie genauer erwähnt. Aber das ist etwas positives, sonst würde es zu sehr von der restlichen Handlung ablenken.
Man bekommt also ein schönes Gefühl für die Welt und hat genug Informationen, um sich alles gut vorzustellen.

Zur Handlung kann ich nur sagen, wie unfassbar durchdacht sie wirkt und wie mitreißend die Geschichte ist. Es ist alles total anders gekommen als erwartet. Die Geschichte ist weitaus weniger fröhlich (das ist irgendwie nicht das passende Wort, aber mir fällt nichts besseres ein…), als ich es erwartet hatte und dennoch ist es eine wirklich herzergreifende Geschichte. Die Handlung überrascht einen immer wieder mit Wendungen und Ereignissen und verwirrt einen auch (absichtlich?), so dass man zu vollkommen falschen Schlüssen kommt nur um dann total überrascht zu werden.
Alle meine Vermutungen haben sich als falsch oder nur halb wahr herausgestellt, es hat also wirklich Spaß gemacht dieses Buch zu lesen, da es nie langwelig wurde.

Nuria ist ein wirklich toll gelungener Charakter, sie hat Wertvorstellungen und weicht nicht leicht von ihnen ab und handelt nach ihrem Gefühl. SIe befindet sich in keiner einfachen Situation und zerbricht dennoch nciht daran, was ich sehr bewundernswert fand. Die Autorin hat das sehr sehr authentisch rübergebracht.
Noch besser gefallen hat mir der Fürst von Pago selbst. Man bekommt am Anfang nicht wirklich einen EInblick in sein Inneres, er ist sehr verschlossen udn öffnet sich im Verlauf der Handlung immer mehr. Das hat sehr gut zu ihm gepasst. Er behält vieles für sich, was nicht immer schlau ist, aber man merkt wie sein Charakter nach und nach wächst und er sich von seinen negativen Gefühlen lösen kann.

ACHTUNG SPOILER (sehr kleiner spoiler, aber dennoch SPOILER)!!!!!!!!!

 

Ein letzter Aspekt, den ich noch wirklich toll fand war, dass in der Beziehung zwischen dem Fürsten und Nuria das Alter der beiden keine Erwähnung findet und auch keinen zu stören scheint. Es wird nie erwähnt wie alt wer ist, außer bei Nuria, da weiß man sie ist 20 Jahre alt.
Als sie 10 Jahre alt war hat der Fürst wohl schon eine Weile regiert, das heißt er ist definitiv älter, vielleicht hält ihn Magie jünger? ich weiß es nicht. Letztendlich finde ich es gut, dass das Alter keine Rolle spielt, denn beide sind ja erwachsen.

Ich kann das Buch aufjedenfall empfehlen, auch an Leute, die vielleicht nicht so begeistert von Fantasy- Büchern sidn, denn ja es gibt Magie und Zauberei in diesem Buch, aber sie steht definitiv nicht im Mittelpunkt der Handung.
Es ist eine bezaubernde Geschichte über Liebe, Trauer und wie man diese überkommt. (poetischer Versuch das Buch zusammenzufassen? Check!)

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