Rabenherz & Eismund – Rezension

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Inhalt

Das Land über dem gefrorenen Himmel hat Mailin bisher für ein schönes Märchen gehalten, mehr nicht. Als eines Tages ihre Freundin Silja angeblich ins Reich des Winterkönigs entführt wird, macht die unerschrockene Mailin sich auf einen gefährlichen Weg. Toma aus dem Clan der Elchreiter und Birgida, selbst eine Gefangene des Winterkönigs, helfen ihr, sich in dessen Schloss einzuschleichen – doch was hat es mit dem rätselhaften Eisprinzen auf sich, den sie in einem geheimen Trakt entdecken und den sie alle drei aus ihren Träumen kennen?

Meinung

Dieses Buch von Nina Blazon hat mich noch mehr in seinen Bann gezogen, als alle anderen zuvor. Deshalb kann ich gar nicht anders als 10/10 Punkten zu geben.
Bereits das Cover lädt meiner Meinung nach schon dazu ein sich in einen Eispalast zu träumen und den Schneeflocken beim fallen zuzusehen.
Ganz so fröhlich ist das Buch leider nicht. Bereits zu Beginn ist Mailin nicht vollkommen glücklich. Sie hat ihre Mutter an das Schneefieber verloren und als dann auch plötzlich Silja verschwindet bangt sie, dass das Fieber auch sie geholt hat.
Ihre Suche verschlägt sie dann schließlich in eine andere Welt. Das Land über dem gefrorenen Himmel.
Das Leben dort ist nicht leicht und Mailins Ziel in den Palast des Winterkönigs zu gelangen, um Silja zu retten, ist noch schwerer, aber mithilfe ihrer neu gewonnenen Freundinnen Toma und Birgida gelingt ihr mehr. als sie zu träumen wagt.

Das Buch hatte einen so tollen Fluss und hat mich einfach mit in seine Welt gezogen. Nina Blazon schafft es so zu schreiben, dass einem dasganze Buch vorkommt, als würde man ganze Jahre miterleben in nur wenigen Momenten. Die Geschichte war wirklich nie auch nur ansatzweise langweilig, selbst wenn es mal einen ruhigen Moment gibt ist es nicht einfach nur das, sondern dann vermittelt der Text selbst die Ruhe von weiten Schneefelder. Es fällt mir wirklich schwer meine Empfindungen in sinnvolle Worte zu packen, weil es so viel ist, was das Buch mit mir angestellt hat. Die Spannung hat sich immer weiter aufgebaut, durch all die wundersamen Dinge, welche Mailin auf ihrer Reise begegnen, egal ob positiv oder negativ es hat alles seine ganz eigene Harmonie. Und ich bewundere Mailin dafür, dass sie bis zum Ende alle Strapazen ertragen hat und an ihren Zielen festgehalten hat. Sie ist ein wirklich starker Charakter, doch auch sie wandelt sich im Laufe des Buches. Man merkt, dass sie aus ihren Erfahrungen lernt.

Der Titel des Buches, „Rabenherz & Eismund“ hat mich sehr fasziniert, noch bevor ich das Buch überhaupt in den Händen hielt. Ich hatte das Gefühl das hinter dem Titel so viel mehr steckt und zusammen mit dem Cover hat er eine Art Nostalgie in mir hervorgerufen, die sich durch das ganze Buch fortgesetzt hat.
Das liegt vermutlich daran, das die geschichte in der selben Welt spielt, wie auch „Ascheherz“ und „Faunblut“, zwei meiner absoluten Lieblingsbücher. Ehrlich gesagt habe ich aber bis auf minimale Kleinigkeiten nie wirklich Gemeinsamkeiten in der Welt der beiden Bücher gesehen, vielleicht erinnere ich mich auch einfach nicht mehr daran. Aber „Rabenherz & Eismund“ hat für mich eine (unglaublich tolle und extrem gelungene) Brücke geschlagen zwischen diesen zwei sehr ähnlichen, aber doch unterschiedlichen Welten, so dass sie jetzt auch für mich wirklich eine gemeinsame Welt darstellen. Ich freue mich schon darauf zu sehen, was die Autorin uns noch für wundervolle Geschichten zaubern wird, denn jede ihrer Erzählungen fühlt sich wie ein kleines Stück Heimat an.

P.s.: Noch eine kleine Bemerkung meinerseits am Rande. Alle die regelmäßig meine Rezensionen lesen wissen vielleicht, dass ich nie besonders stark darauf eingehe, wie meine Gefühle bezüglich der Bücher aussehen. Dieses Buch hat aber so unendlich viel mit mir angestellt, dass das einen Großteil der Rezension ausmacht. Ich hofffe ihr kommt alle mit meinen vielleicht etwas seltsam, sentimental angehauchten Umschreibungen klar.

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