Dubliner – Rezension

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Inhalt

Das Augenmerk dieses legendären Klassikers gilt nicht den Lichtgestalten, sondern den Stiefkindern des Glücks – den Sündern und Lügnern, den Bedrückten, Säufern und Schmarotzern. Wie der «Ulysses» lebt auch Joyce‘ Erstling «Dubliner» von der faszinierenden Atmosphäre seiner Vaterstadt. In fünfzehn Storys schildert der Autor darin das Alltagsleben einfacher Leute. Das Bahnbrechende daran: die nackte Realität wird von ihm weder beschönigt noch diffamiert. Um große Literatur zu schaffen, braucht Joyce keine spektakulären Schicksale. In der Welt der kleinen Leute findet er den Reiz ungeschminkter Wahrheiten und den Stoff, aus dem die wahren Dramen des menschlichen Daseins sind.

Meinung

Dubliner von James Joyce steht schon lange auf meiner Leseliste, jetzt bin ich auch endlich dazu gekommen es zu lesen.
Zunächst muss ich sagen, wie toll ich diese Ausgabe finde! Sie ist recht klein und amit ein echtes Taschenbuch, da sie auch super in eine Jackentasche past. Noch dazu ist das Cover total schön. Mich erinnert es sehr an Frühling und Natur, was gut zu Irland passt.

Jetzt aber zum Inhalt. Am Anfang fand ich es toll, dass die einzelnen Kapitel nicht wirklich zusammengehören, Jedes erzählt einen kleinen Auschnitt aus dem Leben eines/einer Dubliner*in. Manchmal wird in einem Kapitel die Person aus dem Kapitel davor am Rande erwähnt, aber so subtil, dass man es gerne mal übersieht. Das fand ich wirklich toll gemacht. Auch der Schreibstil von James Joyce ist sehr gut. Er trifft genau die dünne Linie zwischen zu viel und zu wenig Detais. Man weiß also genau was passiert, hat aber dennoch Raum um seine eigenen Vortellungen hinzuzufügen.
Man kann den Text sehr schön und flüssig lesen, für Begriffe, welche vielleicht nicht selbsterklärend sind gibt es ein Register am Ende des Buches, dadurch spart man sich ewiges herumgooglen.
Ich persönlich konnte nicht mehr als 2-3 Kapitel aufeinmal lesen, da ich nicht so gut mit dem fehlenden roten Faden in der Handlung klargekommen bin und die einzelnen Geschichten sehr unterschiedlich sein können. Bis auf das war ich wirklich begeistert von dem Buch.

Ich versuche zur Zeit mehr Klassiker zu lesen, da sie in meinem Studium sehr oft vorkommen. Oft fällt es mir schwer, sie fertig zu lesen. Bei Dubliner war dies jedoch kein Problem, da der Schreibstil sehr klar und unkompliziert ist. Wenn ihr also auch bei manchen Klassikern Probleme mit der Schreibweise habt, oder einfach nach einem gemütlichen Buch sucht, kann ich euch „Dubliner“ von James Joyce sehr ans Herz legen.