Die unglaubliche Flucht des Uriah Heep – Rezension

Inhalt

Schon sein ganzes Leben lang hat der ebenso liebenswerte wie chaotische Literaturdozent Charley Sutherland versucht, seine einzigartige Begabung vor der Welt zu verbergen: Er kann Figuren aus Büchern zum Leben erwecken! Das ist toll, wenn es sich dabei um Pu den Bären handelt, und kompliziert, wenn plötzlich der Hund der Baskervilles in deinem Vorgarten sitzt. Nur Charleys Bruder Rob weiß von seiner Gabe. Deshalb läuten bei dem etwas biederen Anwalt auch sämtliche Alarmglocken, als er eines Nachts einen Anruf von Charley erhält und dieser ihm gesteht, er habe Uriah Heep, den Schurken aus Charles Dickens’ Meisterwerk »David Copperfield«, freigelassen. Und der hat nichts Geringeres im Sinn als das Ende der Welt. Gemeinsam versuchen Charley und Rob, Uriah zurück in den Roman zu verbannen, bevor er größeres Unheil anrichten kann. Doch dabei stoßen sie auf ein dunkles Geheimnis …

Meinung

Ich war zunächst etwas skeptisch, aber das Buch konnte mich dann doch noch von sich überzeugen und bekommt deshalb 8/10 Punkten. Die Gestalrung des Covers fand ich leider nicht allzu ansprechend, es passt jedoch ganz gut zum Inhalt des Buches. Es hätte meiner Meinung nach etwas „spannender“ sein können, da es irgendwie, zusammen mit der dicke des Buches einen eher langweiligen Eindruck vermittelt.
Das war auch einer der Gründe, weshalb ich dem Buch anfangs mit gemischten Gefühlen gegenüber stand. Der zweite Punkt war die augenscheinliche Ähnlichkeit zur Fähigkeit von Mortimer, aus Tintenherz, Figuren aus Büchern herauszulesen. Da ich bisher kein anderes Buch kannte, in dem diese Fähigkeit vorkommt fand ich das irgenwie so…naja. Aber wie sich dann herausgestellt hat, hat es mich beim Lesen absolut nicht gestört, denn auch wenn in diesem Buch (SPOILER FÜR TINTENHERZ) ebenfalls ein literarischer Bösewicht aus dem Buch gelesen wird gehen die Handlungen und die Art der Erzählung weit genug auseinander.
Der dritte, und letzte Punkt, der mich etwas skeptisch gestimmt hat war die Länge des Buches. Gegen meine Erwartung hat das gute Stück nämlich sage und schreibe 630 Seiten, ich hatte ausgehend vom Klappentext eher etwas in Richtung 300-400 eiten erwartet und hatte deshalb ein wenig Angst, dass sich das Buch unangenehm ziehen würde – tut es nicht.

Der Schreibstil des Autors ist zwar recht eigen, weshalb ich auch schon ein paar negative Meinungen gehört habe, mir persönlich hat er jedoch sehr gut gefallen. Er schreibt mit einer gewissen Leichtigkeit, die oft sehr humorvoll rüberkommt, es gibt jedoch auch genug spannende Stellen und Plot-Twists, die man nicht unbedingt vorhersieht. Durch diese Leichtigkeit lässt sich das Buch serh gut lesen, ohne dass man das Gefühl hat scih quälen oder zwingen zu müssen.
Auch die haraktere hat der Autor sehr schön beschrieben, vor allem die Brüder Charley (Das ist das erste mal, dass ich diesen Namen so geschrieben sehe und irgendwie hat es mich ein bisschen kirrre gemacht 😀 ) und Rob, als Protagonisten des Buches, sind ihm sehr gut gelungen. Sie sind auf gewisse Art und Weise sehr unterschiedlich und doch merkt man, dass sie Brüder sidn und gemeinsame Erfahrungen und eine recht gute Bindung zueinander haben.
Das Element mit Uriah Heep, den ich schon in David Copperfield als sehr interessanten und vielschichtigen Charakter empfand, hat der Autor ebenfalls gut gemeistert. Ich finde es oft schwierig, wenn Autren Figuren aus Klassikern reißen und in ein neues Umfeld setzen, in diesem Fall ist das jedoch sehr gut gelungen. Auch Leute, die nicht die größten Fans von Klassikern sind, werden damit zurechtkommen.

Alles in Allem fand ich das Buch lesenswert und unterhaltsam. Es ist nicht die anspruchvollste Lektüre, aber ich bin dennoch froh es gelesen zu haben, da mich das Buch oft zum Lachen gebracht hat und eine tolle Unterhaltung darstellte.

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