Trattoria Mortale: Die tote Diva – Rezension

Inhalt

In der Trattoria des alten Angelo Panda gibt es nur noch ein Gesprächsthema: Die berühmte Schauspielerin Stella Aurora gibt ein Gastspiel in Volterra. Doch noch vor der Premiere wird Stella tot vor der Bühne des antiken Römischen Theaters aufgefunden. Der Verdacht fällt sofort auf Angelo, der einst eine kurze Affäre mit der Diva hatte. Sein Sohn Sergio, Agente bei der örtlichen Polizei, setzt alles daran, Angelos Unschuld zu beweisen. Ein Mordfall ist Sergio im beschaulichen Volterra allerdings noch nie untergekommen. Und nun muss er nicht nur den wahren Täter überführen, sondern auch noch die Trattoria seines Vaters am Laufen halten …

Meinung

Das Buch war ein netter Krimi für zwischendurch, mehr aber leider auch nicht, weshalb es leider nur 5/10 Punkte von mir gibt. Ich hatte auf einen atmosphärischen Krimi gehofft, der neben einem spannenden Mordfall auch noch etwas der italienischen Kultur, Landschaft und Küche mitbringt. Das war zwar durchaus auch Teil des Buches aber war leider nicht überzeugend genug geschrieben, um einen ins Italien Feeling zu versetzen. Der Schreibstil generell konnte mich nur stellenweise überzeugen, gerade am Anfang hatte ich Schwierigkeiten ins Buch zu kommen, da der Stil sehr generisch, wenig spannend und dazu sehr klischeebeladen war. Der Hauptcharakter, Sergio, scheint der perfekte Junggeselle zu sein und gleichzeitig ein Superheld, denn neben seinem anstrengenden Beruf bei der örtlichen Polizei arbeitet er nebenbei noch die Abendschichten als Kellner in der Trattoria seines Vaters. Natürlich kennt er jeden und wird von allen gemocht. Er war zwar kein unsympathischer Charakter, jedoch war er mir ein bisschen zu aalglatt und perfekt dargestellt, er wirkte dadurch sehr unrealistisch. Auch die anderen Charaktere, die uns im Buch begegnen wirkten leider sehr eindimensional und unreal.
Eine positive Überraschung war hingegen der Mordfall und der Krimiaspekt des Buches. Ich hatte zwar eine Weile gebraucht, bis ich ins Buch hineinkam, aber als der Fall Fahrt auf nahm bekam ich auch mehr Spaß am Lesen. Es mag nicht der außergewöhnlichste Fall sein, aber er war auf keinen Fall vorhersehbar oder langweilig. Wäre dies nicht der Fall gewesen weiß ich ehrlich nicht, ob ich das Buch beendet hätte. Aber kombiniert mit einigen lustigen Stellen im Buch konnte der spannende Fall die flachen Charaktere und den mittelmäßigen Schreibstil ausgleichen.
Alles in Allem hatte ich mir etwas mehr von dem Buch erhofft, aber es hat mir aufjedenfall eins verschafft: Unterhaltung. Es ist kein literarisches Meisterwerk aber durchaus ein Unterhaltsames Buch, wenn man es schafft über die Klischees, die oft ausgespielt werden und eher generische Charaktere hinwegzusehen.

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